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Pflanze des Monats

Oktober 2009

Archiv

Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Vogelbeere

         

Die Blätter der Vogelbeere (Sorbus aucuparia) oder Eberesche "eber/aber", d.h. falschen Esche, haben auf den ersten Blick eine gewisse Ähnlichkeit mit den gefiederten Blättern der Esche (Fraxinus excelsior). Im Oktober bilden sie durch ihre intensive Rotfärbung einen der Farbtupfer im herbstlichen Wald. Die Vogelbeere blüht von Mai bis Juli, ihre Früchte reifen im September.

         
Vogelbeere  

Die Beeren überdauern meistens nicht den Winter, sondern landen im Magen vieler hungriger Vögel. Früher, zum Verhängnis vieler Zugvögel, wurde diese Vorliebe nach den roten Beeren ausgenutzt und die Früchte zum Vogelfang eingesetzt.

Trotz optimaler Verbreitung durch viele Vogelarten ist die Vogelbeere anderen Waldbäumen durch ihre geringe Wuchshöhe unterlegen und wird in unserer Region langfristig von der Buche an lichte Waldränder verdrängt. Speziell im Mittelgebirge kann sich die Vogelbeere jedoch aufgrund ihrer Robustheit gegenüber Frost gut behaupten. Als rasch wachsende Pionierpflanze hat sie unter Forstwirten und Landschaftsgärtnern einen guten Ruf und wird daher gern zur Bepflanzung von Schlagflächen ausgewählt oder als dekorativer Alleenbaum angebaut.

Vogelbeere im Hochschwarzwald

       

Eigentlich könnten die Vogelbeeren der Zitrone Konkurrenz machen. Doch neben ihrem hohen Gehalt an Vitamin C gibt es als weitere Beigaben im Früchtecocktail neben Gerbstoffen, organischen Säuren (Apfel- und Zitronensäure), Pektin und Provitamin A auch eine Reihe ungenießbare Bitterstoffe.

Zu ihnen zählt auch die Parasorbinsäure, die Durchfall und Übelkeit verursachen kann, vorausgesetzt, man lässt sich durch die im rohen Zustand ungenießbaren Früchte nicht vom weiteren Verzehr abhalten.

  Vogelbeere
     

Früchte der Vogelbeeren

Erst durch entsprechende Zubereitung (man sollte den ersten Frost abwarten) lassen sich die gesammelten Früchte zu Marmelade, Mus und Likör aufbereiten. Als Alternative empfiehlt sich die kultivierte süße Eberesche (var. Dulcis), deren Beere kaum Bitterstoffe enthält.

In der Heilkunde sind dank ihrer Gerbstoffe Anwendungen zur Behandlung von Heiserkeit, Magen- und Darmbeschwerden bekannt. Auch wird der Marmelade und dem Mus eine appetitanregende Wirkung nachgesagt.

  Vogelbeere
     

knospende Blüten im April