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Weißdorn |
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Der Weißdorn (Crataegus monogyna und mit zwei Griffel: Crataegus laevigata) ist ein typischer Bestandteil unserer Hecken. Mit
seinen charakteristisch dunkelgrün, glänzenden, drei bis siebenlappigen Blättern und seinen unangenehm duftenden weißen Blüten
ist er auf den ersten Blick nur ein spät im April blühender Heckenstrauch. Erst der zweite Blick offenbart
faszinierende Geschichten. |
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Oder wussten Sie, dass eines der ältesten Exemplare im Ort Wohnsgehaig bei Bayreuth 1200
Jahre alt sein soll? Der knorrige Baum mit seinem in sich gedrehten Holz, dem schon die Griechen den Namen krateios= fest und stark gegeben haben, zählt
zu den Sehenswürdigkeiten in der fränkischen Schweiz.
Bei Glastonbury in England gibt es eine weitere Kuriosität: der heilige Weißdornbusch. Aus
dem Stab des Josef von Arimathäa, der den Kelch Jesu nach England brachte, bildeten sich Wurzeln und schließlich blühte der Strauch regelmäßig zweimal im Jahr - im Frühjahr und zur Weihnachtszeit. Noch
heute erhält die englische Königin zu Weihnachten einen blühenden Weißdornzweig von Glastonbury zur Erinnerung an die Ankunft des heiligen Grals in England. |
Crataegus monogyna |
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Möglicherweise stammt selbst die Dornenkrone Jesu von einem Weißdornstrauch. Diese Legenden begründeten die mythische Bedeutung des Weißdorns. Als schützende Hecke vertrieb er so das Böse, oder
bewahrte selbst die Jungfräulichkeit mit seinen Dornen.
Seine Geschichte als Heilpflanze begann erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den irischen Arzt Thomas Green, der
mit Weißdorn erfolgreich herzkranke Patienten behandelte. |
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Blüten von Crataegus laevigata |
Heutzutage wird der Weißdorn eingesetzt bei nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens und leichten
Herzrhythmusstörungen. Denn nachweislich wirken in dem Gesamtextrakt des Weißdornes die Wirkstoffgruppen der Flavonide und
Procyanidine positiv auf die Herzleistung.
Die im August bis Oktober reifenden roten mehligen Früchte sind wenig schmackhaft aber
essbar und wurden in Notzeiten getrocknet und gemahlen als Mehlzusatz verwendet. |
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Früchte im August |
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