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Eibe |
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Die Eibe (Taxus baccata) ist selten im Unterstand von Buchen-, Tannen- oder Eschenwäldern
der submontanen und montanen Stufe, meist an steilen Hängen oder in Taleinschnitten zu finden. Hier finden die schattentoleranten, lichtbedürftigen, langsam wachsenden
Bäume und Sträucher optimale Wachstumsbedingungen. In der Region Odenwald, Kraichgau und Bergstrasse sind natürliche Standorte der Eibe kaum noch vorhanden. Zu Beginn des Mittelalters waren die Eiben noch zahlreicher in unseren Wäldern vertreten. |
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Durch den hohen Bedarf an Eibenbögen im Mittelalter wurden jedoch große natürliche Bestände an Eiben in Europa vernichtet. Das harte, dehnbare
und vor allem harzfreie Holz der Eibe war im Mittelalter ein begehrtes und kostbares Gut. So haben britische Bogenschützen mit ihren Langbögen aus Eibenholz
mehrfach Schlachten entschieden und Geschichte geschrieben.
Im Zuge des Rokoko erlebte die Eibe als eine sehr einfach über Stecklinge
zu vermehrende Pflanze eine Renaissance in vielen Schlossgärten und Parkanlagen. Auch auf vielen Friedhöfen wurde die Eibe angepflanzt. Symbolisiert die Eibe doch aufgrund ihres hohen Alters
und ihrer immergrünen Nadeln ewiges Leben. Heutige Untersuchungen gehen von einer Lebensdauer von 700 Jahren aus. |
Eibe - Taxus baccata |
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In allen Teilen der Eibe kommt ein Gemisch aus verschiedenen giftigen Alkaloiden vor, die anstelle von Harz und ätherischen Ölen
der Pflanze als Infektionsschutz dienen. Einzige Ausnahme - der fleischig rote alkaloidfreie Samenmantel der Scheinbeere - der Arillus. Vögel scheiden die giftigen Samen unverdaut aus und tragen so
zur Verbreitung der Eibe bei.
Berichte von Vergiftungen gibt es immer wieder, besonders von Pferden, die sehr empfindlich auf Eiben reagieren. Der Heckenschnitt sollte daher in
keinem Fall in die Nähe von Pferde gelangen. |
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Eiben mit roten Scheinbeeren |
Rehe wiederum verzehren mit Vorliebe und unbeschadet die für Menschen, Haustiere und Weidetiere sehr giftige Pflanze.
Eine der toxischen Eigenschaften wird bei der Bekämpfung von Krebs in der Chemotherapie gezielt eingesetzt. Das Alkaloid Taxol verhindert die Zellteilung und hemmt dadurch das
Wachstum von Tumorzellen. Das Nationale Krebsforschungsinstitut der USA hatte den Wirkstoff bei einem Screening von 35 000 Pflanzenarten 1966 entdeckt. |
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männliche Blüten im März |
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