Halbtrockenrasen auf dem Henschelberg bei Mosbach |
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Die Südhänge des Henschelberges sind durchzogen von Trockenmauern, eine
Erinnerung an frühere Zeiten des Weinbaus. Die Mönche des Klosters Mosbach waren eine der
ersten, die das Land rodeten und Acker- und Weinbau betrieben. |
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Aufgrund des steinigen und mageren Bodens waren die Erträge aber eher
gering. Die Mauern bieten jetzt einen idealen Lebensraum für Eidechsen oder die selten zu sehende
Schlingnatter. |
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Die Pflanzendecke in den Steinhalden aus verwittertem Muschelkalk ist dünn gesät. Wenige
Pflanzen, wie hier der Thymian, haben sich an diesen extremen Lebensraum angepasst. Der in
Magerrasen und - weiden, an Böschungen, in Kiesgruben, oder an Felsen vorkommende Thymian
ist eine alte Heilpflanze. Das ätherische Öl der Blätter und Blüten hat krampflösende, desinfizierende
Eigenschaften. Die Volksmedizin verwendet den Thymian/Quendel bei Husten und Lungenleiden, Blähungen
und Darmbeschwerden. |
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Eine weitere Pflanze aus dem Kräuterbuch ist erst auf dem Bergrücken im Wald zu
finden. Es ist der Heilziest. Der Tee aus dem Kraut der Pflanze gilt in der Volksmedizin als
ausgezeichnetes Mittel bei Durchfall und Darmbeschwerden. Auch wird er zum Gurgeln und
Mundspülen bei Entzündungen im Rachen und am Zahnfleisch eingesetzt. Als Inhaltsstoffe sind zu
nennen Gerbstoffe, Bitterstoffe und das sogenannte Stachydrin, ein Betain, dem man blutstillende
Eigenschaften zuschreibt. |
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Eine spannende Wanderung erwartet Sie. Viele Pflanzen mit ihren Geschichten laden zum
Verweilen ein. Genießen Sie eine abwechslungsreiche Landschaft mit ihren Bewohnern. |