|
|
Pastinak |
| |
|
|
|
|
Wer diese häufig am Wegesrand vorkommende Pflanze mit seinen großen gelben prächtigen
Doldenblüten etwas intensiver anschaut, entdeckt eine Vielzahl von Insekten, die sich von dem Nektar der Blüten ernähren. Darüber hinaus beeindruckt
der Pastinak (Pastinaca sativa) sonst weiter nicht, die Pflanze wirkt viel mehr ziemlich unspektakulär. |
| |
|
|
|
|
 |
|
Die wenigsten wissen, dass der Pastinak in seiner kultivierten Form früher
einmal ein wichtiger Bestandteil des Speisenplans der bäuerlichen Küche war. Vergleichbar mit dem heutigen Gebrauch der Karotte, wurde der
Pastinak als vitamin- und kohlenhydratreiches Wurzelgemüse kultiviert und angebaut.
Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr nur
eine Blattrosette. Die in der Wurzel gespeicherten Nährstoffe liefern für den Austrieb der bis zu 1 m hohen reichblütigen Doldenpflanze das
nötige Startkapital. Geerntet werden muss die Wurzel daher im Winter vor dem Austrieb. Die Wurzel der Wildform ist deutlich schmäler und länger
als das im gut sortierten Einzelhandel erhältliche Gemüse. Verdrängt durch die Karotte und letztendlich durch die Kartoffel fristet der Pastinak
seit dem 18. Jahrhundert in der deutschen Küche ein Schattendasein. |
Pastinak mit blühender Dolde |
|
|
|
|
Der als würzig empfunden Geschmack der Wurzel ist auf ihren relativ hohen Anteil von ätherischen
Ölen zurückzuführen. Trotz seiner ätherischen ölhaltigen Samen und Wurzel hat der Pastinak als Heilpflanze keine große Bedeutung in der Volksmedizin erlangt.
Auch
wenn diverse Autoren verschiedene Anwendungsgebiete nennen wie Schwindsucht, Fieber, Nieren- und Magenleiden ist die Wirksamkeit nicht belegt. |
|
 |
|
|
|
|
Blüten im Detail |
Die Pastinak-Wurzel ist aufgrund ihres hohen Gehaltes an Vitamin C, Kalium, Zink und Folsäure auch heute noch eine Bereicherung
unseres Speisezettels.
Die geschälten Wurzeln können gedämpft, gekocht, gebraten und püriert werden. Suppen und Eintöpfe stehen auf der Liste der Zubereitungen ganz oben. In
diversen Kochforen im Internet kann man sich von weiteren Rezeptideen zu der gelblich-weißen Wurzel überzeugen. |
|
 |
|
|
|
|
Blatt des Pastinak |
|
|
|
| |
|